Operative Marge der größten Autohersteller und Zulieferer der Welt: wie viel von jedem Euro Umsatz das Autogeschäft als operativen Gewinn abwirft, bei Mischkonzernen nur die Automobilsparte. Zusammengestellt von Philipp Raasch, 10 Jahre Mercedes-Benz, heute unabhängiger Analyst der Autoindustrie.
Ferrari führt mit 29,5 %, vor Suzuki Motor (9,6) und Hyundai Motor India (9,0).
| # | Unternehmen | Land | Marge | GJ |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Ferrari | Italien | 29,5 % | 2025 |
| 2 | Suzuki Motor | Japan | 9,6 % | 2026 |
| 3 | Hyundai Motor India | Indien | 9,0 % | 2026 |
| 4 | Mahindra & Mahindra | Indien | 8,8 % | 2026 |
| 5 | Subaru | Japan | 8,6 % | 2025 |
| 6 | Kia | Korea | 8,0 % | 2025 |
| 7 | Maruti Suzuki | Indien | 8,0 % | 2026 |
| 8 | Isuzu | Japan | 7,1 % | 2025 |
| 9 | General Motors | USA | 6,7 % | 2025 |
| 10 | Toyota | Japan | 6,1 % | 2026 |
| 11 | BMW | Deutschland | 5,3 % | 2025 |
| 12 | Hyundai Motor | Korea | 5,1 % | 2025 |
| 13 | Mercedes-Benz Group | Deutschland | 5,0 % | 2025 |
| 14 | Tesla | USA | 4,6 % | 2025 |
| 15 | Seres Group | China | 4,4 % | 2025 |
| 16 | Renault | Frankreich | 4,2 % | 2025 |
| 17 | Chery Automobile | China | 4,1 % | 2025 |
| 18 | Mazda | Japan | 3,7 % | 2025 |
| 19 | Geely | China | 3,4 % | 2025 |
| 20 | Great Wall Motor | China | 3,3 % | 2025 |
| 21 | BYD | China | 3,2 % | 2025 |
| 22 | Ford | USA | 2,9 % | 2025 |
| 23 | Mitsubishi Motors | Japan | 2,6 % | 2026 |
| 24 | Volkswagen | Deutschland | 1,8 % | 2025 |
| 25 | Changan Auto | China | 1,6 % | 2025 |
| 26 | KG Mobility | Korea | 1,3 % | 2025 |
| 27 | Porsche AG | Deutschland | 1,1 % | 2025 |
| 28 | Xiaomi | China | 0,8 % | 2025 |
| 29 | Leapmotor | China | 0,3 % | 2025 |
| 30 | Volvo Car | Schweden | 0,1 % | 2025 |
| 31 | SAIC Motor | China | -0,3 % | 2025 |
| 32 | FAW Car | China | -0,5 % | 2025 |
| 33 | Li Auto | China | -0,5 % | 2025 |
| 34 | Stellantis | Niederlande | -0,5 % | 2025 |
| 35 | JAC Motors | China | -3,5 % | 2025 |
| 36 | XPeng | China | -3,6 % | 2025 |
| 37 | Honda | Japan | -10,0 % | 2026 |
| 38 | GAC Group | China | -15,7 % | 2025 |
| 39 | NIO | China | -16,0 % | 2025 |
| 40 | Aston Martin | UK | -20,6 % | 2025 |
| 41 | Polestar | Schweden | -65,7 % | 2025 |
| 42 | Rivian | USA | -66,5 % | 2025 |
| 43 | Lucid | USA | -78,6 % | 2025 |
| 44 | Lotus Technology | China | -81,5 % | 2025 |
Geschäftsjahre können je Unternehmen abweichen (Spalte GJ).
Die operative Marge ist die ehrlichste Profitabilitäts-Zahl der Branche. Sie zeigt, wie viel vom Umsatz das reine Autobauen abwirft, bevor Finanzgeschäfte und Steuern das Bild schönrechnen oder verderben. Hier trennt sich Luxus von Masse: Ein Hersteller, der wenige teure Autos mit hoher Marge verkauft, ist oft gesünder als ein Riese, der Millionen Wagen mit dünner Marge bewegt.
Operative Marge, auch operative Umsatzrendite, ist das operative Ergebnis geteilt durch den Umsatz, in Prozent, aus dem jeweils letzten verfügbaren Geschäftsjahr. Sie ist der Branchenstandard für Profitabilität: Anders als die Nettomarge ist sie nicht durch Finanzergebnis, Steuern oder Einmaleffekte verzerrt und zeigt, wie profitabel das eigentliche Autobauen arbeitet. Entscheidend ist, dass wir nur das Autogeschäft messen. Viele Hersteller sind mehr als Autobauer: Sie betreiben große Auto-Banken (etwa Ford Credit, BMW oder Mercedes-Benz Mobility), Mahindra zusätzlich Traktoren, Xiaomi Smartphones. Deren Konzern-Marge wäre kein fairer Vergleich des Autobauens. Darum verwenden wir bei diesen Konzernen die vom Hersteller selbst berichtete operative Marge des Automobilsegments (ohne Finanz- und konzernfremde Sparten), so wie BMW, Mercedes, VW, Toyota oder Stellantis ihre Guidance darauf geben. Bei reinen Autobauern (etwa Tesla, Ferrari, BYD, Maruti) entspricht die Konzern-Marge bereits dem Autogeschäft. Alle Werte stammen aus den von den Herstellern berichteten Geschäfts- und Segmentzahlen, gegengeprüft gegen die Originalberichte. Bei chinesischen Herstellern verwenden wir die operative Kernmarge des Autogeschäfts, ohne Staatszuschüsse und ohne das Ergebnis nicht konsolidierter Gemeinschaftsunternehmen, damit der Vergleich des eigenen Autobaus fair bleibt. Die berichteten Segment-Definitionen unterscheiden sich leicht (manche Hersteller weisen eine bereinigte Marge aus), und die Geschäftsjahre variieren, japanische und indische Hersteller bilanzieren bis Ende März. Reine Beteiligungsholdings wie Porsche SE, die kein eigenes Autogeschäft betreiben, sind ausgenommen. Porsche AG, der Sportwagenbauer, ist normal enthalten. Verluste erscheinen als negative Marge.
Alle Angaben dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Geschäftszahlen können verzögert, vorläufig oder fehlerhaft sein. Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Wechselkurse: Europäische Zentralbank.
Ferrari hat mit 29,5 % die höchste operative Marge aller Autohersteller, vor Suzuki Motor (9,6) und Hyundai Motor India (9,0). Stand: 24.06.2026.
Die operative Marge zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz das Autogeschäft als operativen Gewinn abwirft, in Prozent, vor Finanzergebnis, Steuern und Sondereffekten. Es ist die Kennzahl, an der die Autoindustrie ihre eigene Profitabilität misst. Wir nehmen bewusst nur das Autogeschäft: Bei Konzernen mit Bank-, Traktoren- oder Elektroniksparte zählt die vom Hersteller berichtete Marge des Automobilsegments, nicht die verwässerte Konzernzahl. Verluste erscheinen als negative Marge.
Die Autozulieferer stehen auf einer eigenen Seite. CATL führt dort mit 19,2 %. Zur Rangliste der Zulieferer nach operativer Marge.
Porsche SE ist eine reine Beteiligungsholding. Ihr Ergebnis stammt fast vollständig aus der Volkswagen-Beteiligung, nicht aus eigenem operativem Geschäft. Eine Marge auf den geringen Eigenumsatz läge über 90 Prozent und wäre sachlich irreführend, daher ist die Holding hier ausgenommen. Porsche AG, der Sportwagenbauer, ist normal enthalten.
Viele Hersteller sind mehr als Autobauer: Sie betreiben große Auto-Banken (Ford Credit, BMW oder Mercedes-Benz Mobility), Mahindra zusätzlich Traktoren, Xiaomi Smartphones. Die Konzern-Marge würde das Autobauen verzerren, mal nach oben, mal nach unten. Darum zählt hier die vom Hersteller selbst berichtete Marge des Automobilsegments. Bei reinen Autobauern wie Tesla, Ferrari oder Maruti ist die Konzern-Marge ohnehin das Autogeschäft.
Die operative Marge ist der Standard, an dem die Autoindustrie ihre eigene Profitabilität misst. Die Nettomarge wird durch Finanzergebnis, Steuern und Einmaleffekte verzerrt; die EBIT-Marge rechnet Finanz- und Beteiligungserträge wieder hinein. Die operative Marge zeigt am saubersten, wie profitabel das Autobauen selbst arbeitet.
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